Antje Olowaili
„Ein Bild ist wie Musik, erst wenn es klingt, ist es gut.“
…geboren in Berlin, lebt als freischaffende Malerin und Autorin in Leipzig. Sie studierte Malerei/Grafik an den Kunsthochschulen Leipzig (Diplom 1997) und Halle, schloss 1999 als zweifache Meisterschülerin der Schriftmalerei und Textilkunst ab. Hauptthemen ihrer Malerei sind Frauenakte, Künstlerinnen, tanzende Figurinen und Schriftbilder.
Anfang der Neunziger durchwanderte Olowaili auf eigene Faust zwei Jahre lang Lateinamerika, ein Jahr davon lebte sie bei den Kuna Indianern in Panama. Sie wurde in die Familie eines Schamanen an Kindes Statt aufgenommen, erlernte die Kuna-Sprache und erschloss sich neben der traditionellen Lebensweise und rituellen Gesängen auch das Nähen der Mola, einer indianischen Textilbildtechnik. Seither gibt sie Mola-Kurse und hält international Vorträge über das Leben der Kuna als matriarchale Gesellschaftsform.
Über ihre Erlebnisse mit dem Naturvolk erschien 2004 das Buch „Schwester der Sonne – Ein Jahr in Kuna Yala“ im Ulrike Helmer Verlag. Lesungen daraus gestaltet die Künstlerin als eine Begegnung der Kulturen mit indianischen Liedern, Molabildern, Tierzahnketten, Baumsamenschmuck, Ritual- und Alltagsgegenständen.
2007 malte Olowaili eine Reihe überlebensgroßer tanzender Gigantinnen an die Fassade des Leipziger Frauenkulturzentrums. Ihre neueste Bildserie trägt den Titel „Kunst braucht Gunst“ – darin thematisiert sie die Chancengleichheit von Künstlerinnen auf dem freien Kulturmarkt. Neben bundesweiten Ausstellungen ihrer Malerei schreibt sie Lyrik und Prosa und tritt mit musikalischen Vertonungen ihrer Texte auf Leipziger Bühnen auf.
